7. September 2019

Triggerfaktor Umweltreize

Umweltreize und Migräne

Kopfschmerzen sind ein weit verbreitetes Übel. So leidet jeder Mensch in seinem Leben öfters daran. Und auch Kinder klagen immer öfter über den kleinen Hammer im Kopf. Doch noch schlimmer als normale Kopfschmerzen sind Migränekopfschmerzen.

In Deutschland leidet jeder zehnte unter regelmäßigen Migräneanfällen. Bei Frauen ist der Anteil gegenüber den Männern jedoch ungleich höher. Während nur etwa acht Prozent der Männer unter Migräne leiden, sind es bis zu 20 Prozent der Frauen, die regelmäßig Attacken bekommen.
Auch bei Kindern wird der Prozentsatz immer größer. Zwölf Prozent aller Kinder, die unter Kopfschmerzen leiden, zeigen Migräne ähnliche Symptome.

Nicht verwechseln sollte man den Auslöser der Migräne, den sogenannten Triggerfaktor, mit der Ursache.
Ursache ist eine genetisch bedingte spezifische übermäßige Reaktionsbereitschaft des Organismus, während es sich beim Auslöser um bestimmte Umwelteinflüsse oder biologische Faktoren handelt, die eine Migräne hervorrufen können.

Was kann eine Migräne auslösen?

Welcher Faktor, bzw. Faktoren eine Migräne auslösen können, sind von Patient zu Patient unterschiedlich. Manchmal kommt es vor, dass gar kein Auslöser zu erkennen ist, so dass man von der Migräne wie aus heiterem Himmel getroffen wird. Auch spielen manchmal mehrere Faktoren zusammen, so dass man nicht genau bestimmen kann, woher der Anstoß kam.

Häufige Triggerfaktoren sind Wetterwechsel, Stress, bzw. die Entspannung nach dem Stress, Alkohol, Schlafentzug und bei Frauen auch Hormonschwankungen im Rahmen der Periode oder Pillenpause. Ganz selten sind auch bestimmte Lebensmittel der Auslöser von Migräne. Umweltreize spielen ebenfalls eine sehr große Rolle. Dazu gehören Licht, Lärm, Aufenthalt in großen Höhen, Kälte oder auch Räume, in denen viel geraucht wird. Besonders Licht ist ein bedeutender Triggerfaktor.
So leiden 85 Prozent der Migränepatienten unter extremer Lichtempfindlichkeit während ihren Anfällen.

Forscher haben herausgefunden, dass zwischen lichtempfindlichen Zellen auf der Netzhaut und den Zellen im Gehirn, die für die Wahrnehmung und die Weiterleitung von Schmerz verantwortlich sind, eine Verbindung besteht. Dies gilt auch für blinde Betroffene, die noch bestimmte Lichtreize wahrnehmen. Ebenfalls sollten Migränepatienten Eis oder kalte Getränke nur langsam essen bzw. trinken.
Passiert dies nämlich zu schnell, kann der entstehende, eigentlich nur kurz andauernde Kälte- Kopfschmerz zu einer länger anhaltenden Migräneattacke führen. Dieser Kopfschmerz tritt auf, da es im Mundraum, der in direkter Nähe zum Gehirn liegt, zu einer Überreizung der Nerven kommt.