7. September 2019

Triggerfaktor Schlaf- Wach- Rhythmus

Zuwenig Schlaf – ein Auslöser für Migräne

Migräne ist schon seit dem Altertum bekannt und besonders heutzutage nimmt die Zahl der an Migräne erkrankten Menschen rapide zu. So klagen über zehn Prozent der Bevölkerung über diese Krankheit. Bei Frauen ist der Anteil um ein deutliches höher als bei Männern, und auch immer mehr Kinder klagen über diese besondere Art des Kopfschmerzes. Über 90 Prozent der Betroffenen können einen Zusammenhang zwischen dem Migräneanfall und bestimmten Auslösern feststellen.

Geregelte Lebensführung

Um Migräneattacken vorzubeugen ist es wichtig, einen geregelten Tagesablauf zu führen und möglichst immer den gleichen Schlaf-Wach-Rhythmus einzuhalten.

Unregelmässigkeiten wie zu wenig Schlaf während der Woche und zu viel Schlaf am Wochenenden können zu Migräneattacken führen.

Doch Vorsicht! Diese sogenannten Triggerfaktoren werden häufig mit den Ursachen einer Migräne verwechselt. Dabei sollten diese beiden Bereiche strengstens getrennt werden.

So muss erst die biologische Bereitschaft dazu vorhanden sein, einen Migräneanfall zu bekommen, um die Migräne dann durch einen Auslöser, den sogenannten Trigger, einzuleiten.

Migräne auch ohne Triggerfaktor?

Triggerfaktoren gibt es viele, und sind auch wieder von Patient zu Patient unterschiedlich.

Manchmal kann es auch passieren, dass man gar keinen Triggerfaktor feststellen kann und dann trifft einen die Migräne wie aus heiterem Himmel. Oder es wirken mehrere Faktoren zusammen, so dass einer allein nicht als solcher zu erkennen ist.

Triggerfaktoren sind äußere Einflüsse wie Umwelt oder biologische Faktoren.
So sind die häufigsten Triggerfaktoren Hormonschwankungen im Rahmen der Periode oder Pillenpause, ein Wetterwechsel, Alkohol, Stress, bzw. die Phase der Entspannung nach dem Stress, ein veränderter Schlaf –Wach- Rhythmus und seltener auch mal bestimmte Lebensmittel.

Schlaf-Wach-Rhythmus und Stress als häufiger Auslöser

Da die meisten Migräneattacken am frühen Morgen oder am Nachmittag auftreten, ist besonders der veränderte Schlaf- Wach- Rhythmus neben dem Stress der häufigste Auslöser von Migräneanfällen.
Dafür können mehrere Situationen in Frage kommen. So wird die Nacht kürzer, man hält einen unvorhergesehenen Mittagsschlaf oder auch ein zu langes Ausschlafen am Wochenende tragen dazu bei, den gewohnten Schlafrhythmus vollkommen durcheinander zu bringen.
Deshalb ist es besonders wichtig, sich einen geregelten Tagesablauf aufzubauen, besonders am Wochenende.

In welcher Schlafphase tritt eine Migräne auf?

Einzelstudien zufolge lässt sich besonders bei Migräne ohne Aura eine Verbindung zwischen dem Schlafmuster und dem Auftreten einer Migräne herstellen. So löst bei einem kurzen Schlaf auch erst das Erreichen tieferer Schlafphasen wie REM- Phase 3 und REM- Phase 4 eine Migräneattacke aus.
Dementsprechend sollen auch längere und tiefere Schlafphasen in der Nacht im Stande sein, an diesen Tagen Migräneanfälle auszulösen.