19. Juni 2019

Triggerfaktor Pubertät und Monatszyklus / Periode

migräne durch östrogenschwankungen

Migräne durch Östrogenschwankungen

Wer kennt es nicht, dieses Hämmern und Pochen im Kopf, als würde gerade jemand mit einem Presslufthammer das Gehirn bearbeiten.
Wenn man Glück hat ist es nach ein paar Stunden schon wieder vorbei. Doch bei vielen Menschen hält dieser Zustand manchmal bis zu drei Tagen an.

Migräne ist eine Krankheit, von der in Deutschland über ein zehntel der Bevölkerung betroffen ist. Auch immer mehr Kinder klagen über diese besonders schwere Art der Kopfschmerzen.

Unter Migräneanfällen leiden aber besonders die Frauen. So sind etwa 20 Prozent aller Frauen davon betroffen. Bei den meisten davon beginnen die Anfälle in der Pubertät, wenn der Körper beginnt bestimmte Hormone verstärkt zu produzieren.
Etwa sieben Prozent der Frauen klagen über die sogenannte menstruelle Migräne, sind von diesen Östrogenschwankungen betroffen. In manchen Fällen sogar so stark, dass nur die Einnahme von Triptanen die Schmerzen erträglich macht. Besonders kurz vor der Monatsblutung kommt es im Körper zu extremem Östrogenabfall. Dadurch werden Frauen gegenüber Stressfaktoren anfälliger, die dann wiederum eine Migräne auslösen können. Aber es gibt auch noch einen anderen Erklärungsansatz. Der Östrogenspiegel, so viele Experten, beeinflusst offenbar auch die Verarbeitung schmerzhafter Reize im Hirn.

Migräne und Menstruation

Östrogene erhöhen die Menge an den Endorphinen im Körper, bei denen es sich um körpereigene Morphine handelt. So kommt es wohl am Ende des Zyklusses, wenn das Östrogen fällt, zu Schmerzen infolge eines Entzugssyndroms. Bei den meisten Frauen jedoch dieser wird Abfall von Östrogen durch eine verminderte Aktivität des sympathischen Nervensystems ausgeglichen, so dass Schmerz auslösende Nervenimpulse nur noch langsam weitergeleitet werden.

Von menstrueller Migräne wird nur dann gesprochen, wenn die Migräne ausschließlich zur Zeit der Monatsblutung auftritt. Meist dauert diese Migräne von zwei Tagen vor bis drei Tagen nach der Regel. Sie tritt meistens ohne Aura auf und ist oft stärker ausgeprägt als bei normaler Migräne. Oft hält sie sogar bis zu einer ganzen Woche an. Bei starken Schmerzen wird zur Einnahme von Triptanen geraten. Auch Hormonpflaster, vorbeugend schon zwei Tage vor der Menstruation getragen, lindern oft die Beschwerden.

Vorbeugend ist eine Becken- Bindegewebsmassage fünf Tage vor der Menstruation sehr zu empfehlen. Bei manchen Frauen bleibt dadurch die Migräne sogar komplett weg.