22. Juli 2019

Tipps gegen Migräne in der Schmerzphase

Aspirin gegenMigräne

Mittel gegen Migräneschmerzen

Wer kennt ihn nicht, den kleinen Hammer im Kopf, der einen mal wieder daran erinnert, dass man schon lange kein Aspirin mehr geschluckt hat.

Kopfschmerzen sind ein weit verbreitetes Leiden. Jeder Mensch hat mindestens einmal in seinem Leben diese Schmerzen im Kopf. Doch schlimmer als „normale“ Kopfschmerzen sind Migränekopfschmerzen. So kann der Migräneschmerz von wenigen Stunden bis hin zu mehreren Tagen andauern. Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Licht- und Geräuschempfindlichkeit sind ein häufiger Begleiter dieser bis heute unheilbaren Krankheit.

Bei einigen der Betroffenen kündigt sich der Anfall an. So kann sich der Anfall bis zu drei Tage vorher anmelden. Symptome können Müdigkeit, lähmende Abgeschlagenheit oder genervte Reizbarkeit sein. Aber auch das Gegenteil wie überschäumende Kreativität, sprühender Einfallsreichtum, Angetriebensein, andauerndes Gähnen oder auch verlangender Heißhunger nach Süßem sind Anzeichen eines sich anbahnenden Migräneanfalls. Manche Migräneattacken kündigen sich auch durch Lichterscheinungen, sirrendes Flimmern, Sprachstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten oder motorische Schwierigkeiten an, der sogenannten Aura. Spätestens mach einer Stunde brechen dann die Schmerzen aus. Durch jede Bewegung oder Erschütterung werden sie verstärkt und klopfen und hämmern wie ein Presslufthammer.
Nun hilft nur noch der Rückzug in ein dunkles Schlafzimmer, in dem man seine eigene Hölle aus Erden durchlebt. Zusätzlich zu den Schmerzen leidet man auch noch an Übelkeit und Erbrechen.

Trigger vermeiden

Migräne ist zwar bis heute nicht heilbar, aber trotzdem kann man einiges tun, um Attacken zu mindern. So zählen ein fester Tagesablauf und das Vermeiden von Migräneauslösern zu den wichtigsten Voraussetzungen.
Akute Migräneattacken, die in ihrer Schmerzintensität als leicht bis mittelschwer eingestuft werden können, sollten in erster Linie mit peripherwirksamen Analgetika behandelt werden. Etwa zehn Minuten vor dieser Einnahme sollte zur Bekämpfung der Übelkeit ein Antiemetika eingenommen werden. Anschließend sollte frühzeitig ein hochdosiertes Analgetikum wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen eingenommen werden. Auch eine Kombination aus ASS, Paracetamol und Coffein ist durch mehrere Studien als positiv eingestuft worden.
Bei schweren Migräneattacken wird die Einnahme eines Triptans empfohlen. Die Wahl desselbigen richtet sich nach der Einnahmeform (oral, nasal, rektal) und nach den Erfahrungen des Patienten, weniger nach den pharmakologischen Eigenschaften dieser Substanz. Die Ähnlichkeit der Triptane in Bezug auf gute Wirksamkeit und geringe Nebenwirkungen überwiegen die Unterschiede in der Pharmakologie bei weitem.

Triptane dürfen nicht mehr als zehn Tage im Monat eingenommen werden. Da manche Patienten auf einige Triptane besser ansprechen als auf andere, ist es sinnvoll, bei Nichtwirken des einen trotzdem auf ein anderes Triptan umzusteigen.