30. November 2017

Hilfe bei Migräne-Attacken

Schnelle Hilfe bei Migräne

Wer wünscht sich das nicht – schnelle Hilfe bei einem Migräneanfall?

Welche Maßnahmen kann ich selbst ergreifen, um im Vorfeld eine Migräne-Attacke abzuwenden? Verläuft die Attacke milder, wenn ich vielleicht mein Verhalten ändere?

Und wenn ja, welches Verfahren wird für mich in Zukunft zur Schmerzvermeidung und -bewältigung, bei einem akuten Migräneanfall das Richtige sein?

Vorphase

  • Es gilt herauszufinden, welche Maßnahmen zur Stressbewältigung und Reizeindämmung hilft.
  • Des Weiteren, welche Naturheilmittel oder Ernährungsfaktoren mir zu mehr Kontrolle während eines akuten Migräneanfalls verhelfen?
  • Um die Schwere der Anfälle zu dämpfen, muss rechtzeitig auf die Warnsignale der Migräne reagiert werden.
  • Wie wir wissen, beginnt die Vorphase einige Stunden vor einem Anfall, manchmal sogar schon ein bis zwei Tage vorher.
  • Die Symptome: Stimmungsschwankungen, Müdigkeit mit häufigem Gähnen und oder Heißhunger.
  • Nicht gerade Anzeichen, die selten vorkommen.
  • Wer aber einige Zeit auf sich achtet, nebenbei auch ein Migränetagebuch geführt hat, erkennt diese recht schwachen Anzeichen und kann ab da, weitere bekannte Trigger Faktoren vermeiden.
  • Eventuell somit der Migräne eventuell die Stärke nehmen.
  • In diesem Vorphasen-Stadium können bestimmte Verhaltensweisen wie, Entspannungsübungen, Einsatz von Naturheilmitteln oder freiverkäufliche Arzneimittel, dabei helfen, die Schwere des Gesamtanfalls hinauszuzögern und sogar zu mildern.
  • Bereits bei den ersten Anzeichen können folgende Tipps hilfreich sein:
  • Das kauen von Ingwerwurzel, welche gegen Kopfschmerzen und Übelkeit helfen.
  • Der Einsatz von Pfefferminzöl, dessen schmerzblockierender Effekt zum Einsatz kommt, wenn es auf die Schläfen gerieben wird.
  • Kalte Tüchern, die auf Stirn und Nacken gelegt werden, um die Schmerzempfindung herabzusetzen.
  • Die Einnahme einer Mischung aus schwarzem Kaffee und Zitronensaft.
  • Finger Akupressur, die seitlich an beiden Punkten, neben den Schläfen angewendet wird.
  • Rooibos-Tee mit zwei Gewürznelken oder Nelkenöl in eine Tasse geben und langsam trinken. Die Nelken haben eine krampflösende Wirkung.
  • In jedem Fall ist die ausreichende Flüssigkeitsaufnahme mit Wasser oder milden Tees zu empfehlen.

Migräne Aura

Bei einer Migräne mit Aura sind in erste Linie Sehstörungen, wie Lichtblitze, Flimmern, gezackte Linien, etwas seltener, schwarze Löcher, die Vorboten für eine Migräne.

Eine vorübergehende schlechte Durchblutung der Sehrinde, im hinteren Teil des Gehirns, ist die Ursache dafür. Aber auch Sprachstörungen, Gleichgewichtsstörungen sowie Lähmungen kommen vor.

Diese Erscheinungen steigern sich allmählich und erreichen nach etwa 20 Minuten ihren Höhepunkt. Danach geht die Intensität zurück und die meisten Migräne-Auren sind nach ca. 40 Minuten wieder verschwunden.

Selten dauern diese eine Stunde oder noch länger. Erst danach setzt der Kopfschmerz ein.
Die Aura ohne Kopfschmerz danach, ist eine sehr seltene Form der Migräne. Menschen leiden manchmal jahrelang unter den Symptomen, ohne zu wissen, dass sie Migräne haben.

Migräne-Anfall

Für alle Patienten ist der schlimmste Teil des Anfalls, die charakteristische Migräne-Phase, in der die pulsierenden Schmerzen zusammen mit der Übelkeit und der erhöhten Sensibilität gegenüber Sinneseindrücken zusammenkommen.

Die Schmerzen beginnen vorwiegend auf einer Seite des Kopfes, können aber, je nach Verlauf der Schmerzattacke, die Seite wechseln und in den Nacken oder den Unterkiefer wandern.

Bei anderen Migräne Patienten wiederum pulsiert der gesamte Kopf. Die Schmerzen nehmen bei körperlicher Betätigung zu.

Begleitet wird der Migräne-Anfall von heftiger Übelkeit und dadurch bedingt mehrmaliges Erbrechen. Appetitlosigkeit, Lärm- und Lichtempfindlichkeit und Überempfindlichkeit gegenüber Gerüchen und Berührungen bestimmen die Migräne-Attacke. Instinktiv suchen sich die Betroffenen deshalb einen ruhigen, abgedunkelten Platz.

Diese Phase der Migräne kann insgesamt zwischen vier und 72 Stunden dauern.

Schmerzdämmung mit Medikamenten

In Fällen, in denen man letztendlich nicht ohne Medikamente auskommt, da alle Vorbereitungen und Entspannungsübungen nicht geholfen haben, ist es natürlich besser, eher früher als später Medikamente zu nehmen, bevor die Schmerzen unerträglich werden.

Bedingt durch die frühe Einnahme kann evtl. eine niedrige Dosierung angesetzt werden und möglicherweise ist ein zusätzliches Mittel gegen Übelkeit dann nicht mehr nötig.

Hat die Migräne ihren Höhepunkt erreicht, ist es ähnlich wie ein Systemausfall am Computer. Nichts geht mehr.

Da auch der Magen nicht normal arbeitet, ist an die orale Einnahme während der Attacke gar nicht zu denken. Alternativ zur Tablette können hier Zäpfchen helfen. Diese sind gut verträglich, bieten einen schnellen Wirkungseintritt und eine langanhaltende Schmerzlinderung.

Hinweis: Der ständige Gebrauch von Schmerzmitteln kann ebenfalls zu Kopfschmerzen führen. Deshalb sollte Jeder, der häufiger als nur gelegentlich, nicht ohne Schmerzmittel auskommt, sich in ärztliche Behandlung begeben. Bitte die Selbstmedikation nicht weiter steigern.