22. Juli 2019

Kopfschmerztagebuch / Migränetagebuch

Ein Migränetagebuch erleichtert die Diagnose

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz.  Genau so ist es mit der Migräne. Das Migräne- oder Kopfschmerztagebuch erleichtert Ihrem Arzt die Diagnose sowie die Entscheidung, welche Behandlung für Sie geeignet ist.
Die täglichen Eintragungen in das MigränetagebuchMigränetagebuch (auch an schmerzfreien Tagen) über einen längeren Zeitraum (mind. 2 Monate) wird dem Arzt helfen, die einzelnen Migräneauslöser aufzuspüren.

Migräne – eine Volkskrankheit

Die Migräne, aus dem griechischen von hemikranion – halber Schädel – ist eine unerträgliche und belastende neurologische Krankheit, unter der etwa zehn Prozent der Bevölkerung leiden. Auch das Auftreten eine Migräneaura vor dem Anfall, oder motorische Störungen sind bei vielen Patienten ein häufiges Krankheitszeichen.

Die Migräne hat ein vielseitiges Krankheitsbild. Neben einem periodisch wiederkehrenden, anfallartigen, pulsierenden, halbseitigen Kopfschmerz sind Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Schlafstörungen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit zu beobachten. Eine genaue Diagnose ist auch oft sehr schwierig, weshalb das Führen eines Kopfschmerztagebuchs /-kalenders für alle, die oft und regelmäßig unter Kopfschmerzen oder Migräne leiden unverzichtbar ist.

Diagnose erleichtern

Das Migräne- oder Kopfschmerztagebuch hilft Ihrem Arzt bei der Diagnose, indem Sie Ihre Beschwerden so gut wie möglich beschreiben.
Tragen Sie täglich ein, wann und wie lange die Kopfschmerzen oder der Migräneanfall auftreten und wie Sie die Schmerzen empfinden.

Durch das tägliche Eintragen der Notizen in das Kopfschmerz- oder Migränetagebuch – wichtig ist auch das Aufschreiben an schmerzfreien Tagen – über mehrere Monate hinweg, kann man dem Arzt helfen, die persönlichen Migräneauslöser sowie das Migränemuster herauszufinden. Prophylaktische Maßnahmen können überprüft und angepasst werden. Dadurch ist es möglich einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der Migräne zu leisten. Auch schärfen Sie damit Ihre eigene Wahrnehmung.

Man sollte seinen persönlichen Tagesablauf und dessen Besonderheiten festhalten. Dazu zählen sowohl verzehrte Nahrungs- und Genussmittel, die Zeiten, wann man abends ins Bett geht und morgens wieder aufsteht, eingenommene Medikamente und Schmerzmittel, als auch ungewöhnliche körperliche und seelische Belastungen. Auch ob man Kopfschmerzen oder Migräne hatte, und wenn ja wie lange und mit welcher Intensität, sollte in dem Tagebuch festgehalten werden.

Durch dieses umfangreiche Protokoll wird in den meisten Fällen eine sichere Diagnose gestellt. Ebenfalls können zusätzliche Rückschlüsse auf die jeweiligen Auslöser der Migräne gezogen werden. Genauso werden der Therapieverlauf und damit auch dessen Wirksamkeit und die Wirksamkeit der einzelnen Therapiemaßnahmen und Medikamente in einem Migräne- / Kopfschmerztagebuch festgehalten, so dass bei Bedarf auch der Medikationsplan verändert werden kann.

Es ist bewiesen, dass viele betroffene Migränepatienten mit Hilfe dieses Tagebuchs ihre persönlichen Auslöser zu erkennen lernen und diese bewusst vermeiden können.