22. Juli 2019

Kinder und Migräne

Kindermigräne anderst als Erwachsenenmigräne?

Wie auch bei den Erwachsenen unterscheidet der Arzt auch hier zwischen Spannungskopfschmerz und Migräne. Migräneattacken treten in der Regel zwischen 2 und 48 Stunden auf und sind erheblich stärker als „normaler“kinder leiden auch unter MigräneKopfschmerz. Zusätzlich werden die Schmerzen durch Sport verstärkt.

Kindern schmerzt außerdem die ganze Stirn, einseitiger Migräneschmerz tritt selten auf. Kleinkinder leiden zusätzlich noch an Übelkeit und über 40 Prozent der Kinder klagen während der Attacken auch über Bauchschmerzen.Sprachstörungen und Gefühlsanomalien in Armen und Beinen sind auch ein weiteres Anzeichen für Migränekopfschmerzen. Besonders schwierig ist die Diagnose bei ein- bis zweijährigen Kindern, die sich noch nicht verständlich machen können. Anfälle von Schwindel, Bauchschmerzen, Augenzittern,  Erbrechen und Angstzustände können Anzeichen für das Auftreten eines Migräneanfalls bei den Kleinstkindern sein.

Besonders typische Auslöser von Migräneattacken bei Kindern können Schlafmangel, ein Übermaß an Schlaf, unregelmäßige Mahlzeiten, Ärger und / oder Stress in Schule und / oder Familie und Angst vor Klassenarbeiten sein. Auch traurige und / oder enttäuschende Situationen und Begebenheiten, langes Fernsehen und /oder Computer spielen sowie lange Autofahrten und sportliche Anstrengungen können einen Migräneanfall herbeiführen.

Kindermigräne anderst als Erwachsenenmigräne?

 Wenn das Kind / die Kinder unter Migräneanfällen leiden, ist es ratsam, dass Kind und Eltern, am besten getrennt, ein Schmerztagebuch führen. Dies sollte mindestens über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen geführt werden. In diesem Tagebuch werden Stärke und Dauer der Kopfschmerzen, eingenommene Medikamente und Begleitumstände eingetragen. Eine besondere Art der Migräne bei Kindern ist die abdominale Migräne. Bei dieser Form der Migräne klagen Kinder über Bauchschmerzen, die ohne erkennbare Ursache auftreten. Meist treten diese Bauchschmerzen zusammen mit Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und auffallender Blässe auf. Diese rund um den Bauchnabel auftretenden dumpfen Schmerzen sind so stark, dass sich die Kinder hinlegen müssen. Zwischen den Anfällen sind die Kleinen allerdings vollkommen gesund. Auch sind typische Auslöser für Migräne wie Stress, Angst und andere psychische Probleme nicht vorhanden.